Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit

Sind in der Flüssigkeit freie Ladungsträger vorhanden, so bewirken diese bei angelegter Spannung einen Stromfluss gemäß vorhandener Potentialdifferenz. Das Fluid verhält sich dann wie ein ohmscher Widerstand; bei der umgesetzten Leistung handelt es sich um eine reine Wirkleistung. Schmierstoffe zeigen allerdings eine vergleichsweise geringe elektrische Leitfähigkeit, sodass sie zur Gruppe der Isolatoren gerechnet werden.

Da infolge der Ölbeanspruchung insbesondere im Verbrennungsmotor allerdings die molekulare Struktur des Frischöles verändert wird, zeigt sich infolge der Beanspruchungsdauer und des Beanspruchungsprofiles eine Änderung der elektrischen Leitfähigkeit des Schmierstoffes. Dies allerdings nur in einem sehr begrenzten Umfang und der daraus für die Messtechnik resultierenden Anforderung, bereits kleinste Veränderungen genau detektieren zu können. Die elektrische Leitfähigkeit einer im Prinzip zu den Isolatoren gehörenden Flüssigkeit zeigt nur geringe elektrische Leitungsanteile. Ausgehend vom äquivalenten elektrischen Ersatzschaltbild ist dieser Wirkanteil der Flüssigkeitsimpedanz im MOhm-Bereich angesiedelt.